Die nervigsten Verhaltensweisen von Touristen (nach Ländern)

Neue Umfrageergebnisse von Saily zeigen, welche Reisegewohnheiten die meisten Menschen nerven und welche Nationalitäten zu bestimmten Gewohnheiten neigen. Unsere internationale Umfrage verrät dir, wie du Fettnäpfchen bei der nächsten Reise elegant umgehst – und dass du mit der einen oder anderen Marotte nicht allein bist!

Die nervigsten Touristen-Marotten: Das finden Deutsche besonders lästig

Methodik

Saily hat eine Umfrage zum Thema nervige Reisegewohnheiten in Auftrag gegeben, die 17 Länder umfasste: Australien, Brasilien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Mexiko, die Niederlande, Neuseeland, Polen, Spanien, Schweden, die Schweiz, Taiwan, Großbritannien und die USA. Die Stichprobengröße lag in jedem Land zwischen 800 und 1.501 Personen im Alter von 18 bis 74 Jahren.

Die Fragen wurden in drei Kategorien eingeteilt. Zuerst wurden die Teilnehmer gefragt, welche nervigen Reisegewohnheiten sie selbst an den Tag legen. Danach sollten sie Touristen-Verhaltensweisen nennen, die sie besonders nerven. Die letzte Frage drehte sich um die Intervention, also darum, wie wahrscheinlich es ist, dass sie einen anderen Reisenden bitten würden, eine rücksichtslose Handlung zu unterlassen.

Das Tolle an diesen Daten ist, dass du genau erfahren wirst, welche Länder bestimmten Verhaltensweisen am ehesten ablehnend gegenüberstehen, wodurch du dich bei deinen Besuchen dort leichter integrieren kannst. So kannst du überall auf der Welt Konflikten aus dem Weg gehen und leichter Freunde finden.

Ergebnisse weltweit

Wir werden später tiefer auf die Neigungen der einzelnen Länder eingehen, aber lass uns mit den globalen Ergebnissen der Umfrage beginnen, indem wir alle Antworten zu einem einzigen Datensatz zusammenfassen.

Top 10 der nervigsten Reise-Angewohnheiten weltweit

Dies sind laut unseren Daten die häufigsten Reise-Angewohnheiten, die die Teilnehmer der Umfrage selbst zugegeben haben:

  1. Im Flugzeug oder anderen Verkehrsmitteln mit Fremden sprechen: 47 %

  2. Im Flugzeug oder anderen Verkehrsmitteln die Schuhe ausziehen: 28 %

  3. Im Flugzeug oder anderen Verkehrsmitteln beide Armlehnen für sich beanspruchen: 20 %

  4. Sofort nach der Landung aufstehen: 19 %

  5. Bei der Landung klatschen: 18 %

  6. Sich in der Öffentlichkeit übermäßig liebevoll zeigen: 16 %

  7. Den Flugzeugsitz zu weit nach hinten klappen: 16 %

  8. Laut schnarchen: 15 %

  9. In einer dunklen Umgebung Videos bei voller Helligkeit anschauen: 14 %

  10. Telefon- oder Videoanrufe über den Lautsprecher führen: 13 %

Denk daran: Das sind nicht unbedingt die Verhaltensweisen, die die meisten Menschen tatsächlich nervig finden, sondern diejenigen, zu denen sich die meisten Teilnehmer der Umfrage selbst bekannten.

Schauen wir uns als Nächstes die 10 Reisegewohnheiten an, die Menschen weltweit tatsächlich am meisten hassen:

  1. Kinder auf den Vordersitz treten, sich daran festhalten oder darauf klettern lassen: 52 %

  2. Musik oder Videos ohne Kopfhörer abspielen: 47 %

  3. Laut streiten: 46 %

  4. Mit voller Lautstärke reden: 46 %

  5. Husten oder niesen, ohne den Mund zu bedecken: 46 %

  6. Telefon- oder Videoanrufe über den Lautsprecher führen: 46 %

  7. Sitze zu weit nach hinten klappen: 45 %

  8. Stark riechende Lebensmittel mitbringen und essen: 41 %

  9. Mit Taschen und persönlichen Gegenständen zusätzliche Sitzplätze belegen: 40 %

  10. Laut kauen oder essen: 34 %

Fallen dir hier irgendwelche Muster auf? Lärm taucht in diesen Ergebnissen immer wieder auf – kein Wunder, wenn man bedenkt, wie viel Zeit wir auf unseren Reisen in einer geschlossenen Kabine über den Wolken verbringen. Nach ein paar Stunden kann selbst eine kleine Belästigung nervenaufreibend werden.

Was nervt die Leute am Urlaubsort am meisten?

Bisher haben wir über die Reisemarotten gesprochen, die am meisten auffallen, wenn du unterwegs bist – aber der Urlaub findet ja nicht nur im Flugzeug statt. Egal, wohin du reist: Das sind die Verhaltensweisen, die Einheimische und Mitreisende gleichermaßen nerven dürften, geordnet danach, wie viele Befragte sie als besonders störend empfanden:

  1. Müll am Strand liegen lassen: 56 %

  2. In der Öffentlichkeit laut sprechen: 42 %

  3. Kinder in der Öffentlichkeit unbeaufsichtigt herumlaufen lassen: 42 %

  4. In der Öffentlichkeit laute Musik abspielen: 39 %

  5. Liegestühle am Pool stundenlang mit Handtüchern reservieren, ohne sie zu benutzen: 35 %

  6. Zu spät zum Beginn einer Tour oder zur Abfahrt des Busses kommen: 31 %

  7. Andere Leute aufhalten, nur um das „perfekte“ Foto zu schießen: 27 %

  8. Ins Meer, in einen See oder ins Wasser pinkeln: 24 %

  9. Fotos machen, wo es nicht erlaubt ist: 22 %

  10. An überfüllten Orten plötzlich stehen bleiben, um auf eine Karte zu schauen oder Fotos zu machen: 19 %

Was nicht gerade überrascht: Je mehr Menschen ein bestimmtes Verhalten als störend empfanden, desto weniger bereit waren sie, diese Angewohnheit bei sich selbst zuzugeben. Nur 4 % der Befragten gaben an, Müll am Strand liegen zu lassen, und gerade mal 7 % räumten ein, an öffentlichen Orten laute Musik abzuspielen – die beiden schlimmsten Vergehen in den Augen der meisten Menschen.

Schauen wir uns als Nächstes an, welche Nationalitäten welche Reisemarotten jeweils am nervigsten fanden.

Während der Reise: Ergebnisse nach Land

Die folgende Liste zeigt die Verhaltensweisen, die von den Befragten aus einzelnen Ländern während der Anreise am wenigsten gern gesehen werden. Stell dir vor, all das würde auf einem überfüllten Langstreckenflug passieren!

  1. Australien: Kinder auf den Vordersitz treten, sich daran festhalten oder darauf klettern lassen (50 %)

  2. Brasilien: Mit voller Lautstärke reden (55 %)

  3. Kanada: Kinder auf den Vordersitz treten, sich daran festhalten oder darauf klettern lassen (48 %)

  4. Frankreich: Kinder auf den Vordersitz treten, sich daran festhalten oder darauf klettern lassen (45 %)

  5. Deutschland: Telefon- oder Videoanrufe über den Lautsprecher führen (48 %)

  6. Italien: Kinder auf den Vordersitz treten, sich daran festhalten oder darauf klettern lassen (52 %)

  7. Japan: Laut streiten (51 %)

  8. Mexiko: Kinder auf den Vordersitz treten, sich daran festhalten oder darauf klettern lassen (55 %)

  9. Niederlande: Kinder auf den Vordersitz treten, sich daran festhalten oder darauf klettern lassen (51 %)

  10. Neuseeland: Kinder auf den Vordersitz treten, sich daran festhalten oder darauf klettern lassen (57 %)

  11. Polen: Kinder auf den Vordersitz treten, sich daran festhalten oder darauf klettern lassen (66 %)

  12. Spanien: Kinder auf den Vordersitz treten, sich daran festhalten oder darauf klettern lassen (52 %)

  13. Schweden: Musik oder Videos ohne Kopfhörer abspielen (72 %)

  14. Schweiz: Telefon- oder Videoanrufe über den Lautsprecher führen (58 %)

  15. Taiwan: Kinder auf den Vordersitz treten, sich daran festhalten oder darauf klettern lassen (59 %)

  16. Großbritannien: Kinder auf den Vordersitz treten, sich daran festhalten oder darauf klettern lassen (48 %)

  17. USA: Kinder auf den Vordersitz treten, sich daran festhalten oder darauf klettern lassen (41 %)

Der Gewinner steht fest: Für die Menschen aus 12 der 17 befragten Länder ist es am nervigsten, wenn Mitreisende ihre Kinder auf die Rückenlehne fremder Sitze treten oder darauf klettern lassen. Aber welche Reisegewohnheiten finden die Befragten am nervigsten, sobald der Flug endlich vorbei ist?

Am Urlaubsort: Ergebnisse nach Land

In dieser Kategorie fielen die Ergebnisse noch eindeutiger aus: In allen 17 Ländern fanden es die Befragten am schlimmsten, am Strand Müll zu hinterlassen. Das leuchtet zwar völlig ein, doch ein solch einstimmiges Ergebnis bietet nicht gerade viel Einblick in die unterschiedlichen Neigungen einzelner Nationalitäten. Die folgende Liste zeigt deshalb die Verhaltensweisen, die jeweils auf Platz 2 gelandet sind, also die Marotte, die die Befragten in jedem Land nach dem Vermüllen des Strandes als am nervigsten empfanden.

  1. Australien: Laute Kinder unbeaufsichtigt in der Öffentlichkeit herumtoben lassen (42 %)

  2. Brasilien: An ruhigen Orten laut reden (49 %)

  3. Kanada: An ruhigen Orten laut reden (40 %)

  4. Frankreich: An ruhigen Orten laut reden (41 %)

  5. Deutschland: Laute Kinder unbeaufsichtigt in der Öffentlichkeit herumtoben lassen (41 %)

  6. Italien: Laute Kinder unbeaufsichtigt in der Öffentlichkeit herumtoben lassen (48 %)

  7. Japan: An ruhigen Orten laut reden (45 %)

  8. Mexiko: Laute Kinder unbeaufsichtigt in der Öffentlichkeit herumtoben lassen (41 %)

  9. Niederlande: An ruhigen Orten laut reden (38 %)

  10. Neuseeland: An ruhigen Orten laut reden (42 %)

  11. Polen: Musik in öffentlichen Räumen abspielen (60 %)

  12. Spanien: Laute Kinder unbeaufsichtigt in der Öffentlichkeit herumtoben lassen (47 %)

  13. Schweden: Liegestühle am Pool stundenlang mit Handtüchern reservieren, ohne sie zu benutzen (53 %)

  14. Schweiz: Laute Kinder unbeaufsichtigt in der Öffentlichkeit herumtoben lassen (46 %)

  15. Taiwan: Laute Kinder unbeaufsichtigt in der Öffentlichkeit herumtoben lassen (54 %)

  16. Großbritannien: Laute Kinder unbeaufsichtigt in der Öffentlichkeit herumtoben lassen (37 %)

  17. USA: An ruhigen Orten laut reden (39 %)

Wieder einmal gibt es einen klaren „Favoriten“. Acht der 17 Nationalitäten gaben an, dass die Urlaubsgewohnheit, die sie am meisten nervte (abgesehen davon, Müll am Strand liegen zu lassen), darin bestand, Kinder unbeaufsichtigt herumlaufen zu lassen. Sieben weitere nannten lautes Reden an ruhigen Orten als zweitnervigste Reisemarotte, aber bei den meisten von ihnen lagen unbeaufsichtigte Kinder knapp dahinter auf dem dritten Platz.

Welche Nationalitäten dulden keine nervigen Touristen?

In der Umfrage wurden die Menschen aus den einzelnen Ländern außerdem gefragt, wie wahrscheinlich es ist, dass sie eingreifen und jemanden bitten würden, sein störendes Verhalten zu unterlassen. Die Ergebnisse haben uns nicht wirklich überrascht.

Die USA sind das Land, in dem Touristen am ehesten wegen störenden Verhaltens Ärger bekommen – was zum Klischee passt, dass Amerikaner kein Blatt vor den Mund nehmen. Trotzdem waren nur 20 % bereit, jemanden immer darauf anzusprechen, wenn er sich störend verhält, während 27 % angaben, dass sie eine solche Konfrontation niemals riskieren würden. Am anderen Ende des Spektrums standen die Menschen in Nordeuropa und Ostasien, die am seltensten Touristen oder Mitreisende ansprechen würden.

Erwähnenswert ist, wie ungern die meisten Leute ihr Unbehagen äußern, wenn sich jemand in ihrer Nähe rücksichtslos verhält. Nur weil der Sitznachbar nichts dazu gesagt hat, dass du dir mitten im Flug die Schuhe ausgezogen hast, heißt das noch lange nicht, dass er damit einverstanden ist!

Schau im Zweifel online nach

Wenn du das nächste Mal ins Ausland reist, denk an die Ergebnisse unserer Umfrage – vielleicht kommst du dann sowohl mit Einheimischen als auch mit anderen Reisenden etwas besser zurecht. Solltest du dir jedoch mal unsicher sein, was die Menschen in einer bestimmten Region als störend empfinden und was nicht, ist es immer eine gute Idee, noch einmal nachzuschauen. Mit einer zuverlässigen Internetverbindung kannst du dich unterwegs über lokale Bräuche und Vorlieben informieren.

Der einfachste Weg, im Ausland online zu bleiben, ist eine eSIM. Mit Saily kannst du Roaming-Gebühren vermeiden, ohne eine neue physische SIM-Karte kaufen zu müssen. Lade die Saily eSIM-App herunter, wähle ein Datenpaket mit einer zu deiner Reise passenden Laufzeit und einem Datenvolumen deiner Wahl – schon kannst du sofort nach der Landung online gehen.

Egal, wohin du gehst, Saily sorgt dafür, dass du überall verbunden bleibst. So kannst du unbeliebte Reisemarotten an deinem Reiseziel jederzeit recherchieren und dich auf der sicheren Seite bewegen. Lass nur bitte deinen Müll nicht am Strand liegen – dabei kann dir die Saily-App leider nicht helfen.

Vernetzt bleiben mit der Saily eSIM-App

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Günstige mobile Daten für deine Reise.