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Ohne mobile Daten wärst du unterwegs aufgeschmissen, dein Handy würde ausschließlich im WLAN-Netzwerk funktionieren. Also wieso solltest du dann überhaupt die mobilen Daten ausschalten? Wir zeigen dir, in welchen Szenarien dies eine Option sein kann, wie es bei verschiedenen Handys funktioniert, und wir geben dir Tipps zum Sparen von Daten.

Inhaltsverzeichnis
Wer auf der Suche nach einem neuen Mobilfunktarif ist, vergleicht meist zuallererst das verfügbare Datenvolumen; gratis SMS und Freiminuten sind eher zweitrangig. Ohne mobile Daten würde sich dein Gerät außerhalb des heimischen WLAN-Netzwerkes oder öffentlicher Hotspots nicht mit dem Internet verbinden. Ein Smartphone wäre dann relativ nutzlos. Auch auf Reisen helfen mobile Daten dabei, in Verbindung zu bleiben. Insbesondere wenn du ins Nicht-EU-Ausland reist, musst du dir Alternativen suchen, um hohe Roaming-Gebühren zu vermeiden.
Wenn du die mobilen Daten auf deinem Handy ausschaltest, hast du ausschließlich zu Hause im WLAN eine Internetverbindung oder wenn du dich mit einem öffentlichen Hotspot verbindest.
Weitere denkbare Optionen für mobiles WLAN ohne Vertrag wären, dass jemand anders seine mobilen Daten mit dir teilt, indem er sein Handy zu einem Hotspot macht, oder dass du ein Pocket WiFi verwendest. Bei Letzterem handelt es sich um einen mobilen Router, der mit einer SIM-Karte betrieben wird. Über die Zugangsdaten des Geräts erhält jeder, der sich damit verbindet, eine WLAN-Verbindung.
In einem WLAN-Netzwerk mit ausgeschalteten mobilen Daten bemerkst du zunächst also keinen Unterschied. Beachte aber, dass, wenn du zusätzlich noch WLAN deaktivierst, alle Anwendungen nicht funktionieren, die Internet benötigen.
Im Alltag kann es sein, dass du mobile Daten ausschalten musst, um Datenvolumen einzusparen. Entweder bist du bereits an der Grenze deines monatlichen Daten-Kontingents angekommen, oder du bist außerhalb deines Alltags unterwegs, wie auf Reisen, und verbrauchst mehr mobile Daten als gewohnt.
Du kannst den Datenverbrauch am iPhone und bei Android in den Einstellungen überprüfen. Alternativ nutzt du dafür die Apps deines Mobilfunkanbieters oder eines eSIM-Dienstes wie Saily, wenn du eine eSIM für die Reise nutzt. Bei Android gibt es zusätzlich eine Datenwarnung, mit der du dich warnen lassen kannst, wenn eine bestimmte, von dir vorab festgelegte Datengrenze erreicht wurde.
Wenn du in Länder reist, in denen hohe Gebühren für Datenroaming, Telefonie und SMS möglich sind, was insbesondere Nicht-EU-Länder betrifft, ist es von Vorteil, die mobilen Daten bei jener SIM-Karte zu deaktivieren, die du nicht verwendest.
Wenn du dir zum Beispiel eine eSIM für deine Reise gekauft hast, solltet du die mobilen Daten für deine reguläre SIM-Karte deaktivieren, damit darüber keine Roaming-Gebühren anfallen.
Das Ausschalten von mobilen Daten kann auch gesundheitliche Vorteile haben, weil es das Aussetzen von elektromagnetischen Strahlen teilweise reduziert. Aber: dein Gerät kommuniziert weiter mit Mobilfunkmasten für Anrufe/SMS und kann über WLAN oder Bluetooth Strahlung aussenden.
Es wird dich wenig überraschen, dass der erste Tipp zum Sparen von mobilen Daten lautet, so oft wie möglich WLAN zu nutzen. Achte allerdings bei öffentlichen WLAN-Netzwerken darauf, dass diese Sicherheitsrisiken bergen können. Schütze deine Daten am besten immer mit einem VPN (Virtuelles Privates Netzwerk).
Du kannst in den Einstellungen deines Handys individuell festlegen, welche der Anwendungen ausschließlich auf das WLAN zugreifen dürfen. Außerdem kannst du bei Apps wie WhatsApp bestimmen, welche Informationen über mobile Daten heruntergeladen werden dürfen. Um Daten zu sparen, lohnt es sich, den Download von Videos, Bildern und Audios zu unterbinden.
Streaming-Dienste, Google Maps und Video-Telefonie verbrauchen unter anderem viele Daten, hier lohnt es sich deshalb, wenn du einige Maßnahmen zum Datensparen ergreifst. Manche Inhalte auf Netflix und Co lassen sich herunterladen. Wenn du bereits weißt, welche Filme oder Serien du unterwegs gerne sehen möchtest, lade sie vorab im WLAN-Netzwerk herunter.
Musik-Streaming verbraucht zwar weniger Daten, dennoch kann sich ein Download von Lieblingsliedern ebenfalls lohnen. Bei Google Maps ist es empfehlenswert, Kartenausschnitte herunterzuladen, wenn du schon weißt, in welche Gegend dich deine Reise führt. Lange Video-Calls solltest du ausschließlich in WLAN-Netzwerken führen.
Wenn du die mobilen Daten ausschaltest, bleiben Funktionen wie Anrufe, SMS, WLAN und Bluetooth weiterhin aktiv. Denn dein Gerät bleibt mit dem Mobilfunknetz verbunden und sendet dafür weiterhin Signale. Über Anrufe und Textnachrichten per SMS bist du weiterhin für andere erreichbar.
Beim Aktivieren des Flugmodus auf deinem Handy werden alle drahtlosen Verbindungen komplett deaktiviert – das umfasst mobile Daten, Mobilfunknetz (Anrufe/SMS), WLAN, Bluetooth, NFC und GPS. Weiter aktiv bleiben nur reine Offline-Funktionen wie die Kamera, Schreibprogramme und Notiz-Apps. Die elektromagnetische Strahlung wird auf ein Minimum reduziert; eine Kommunikation mit der Außenwelt findet praktisch nicht statt.
Bitte beachte, dass im Flugzeugmodus – ohne aktive Mobilfunk- oder WLAN-Verbindung – keine Notrufe möglich sind. Wenn du ausschließlich mobile Daten ausschaltest, kannst du hingegen weiterhin Notrufe tätigen.
Eine weitere Option, die wir noch kurz erwähnen möchten, ist der Nicht-Stören-Modus. Ist dieser aktiv, werden Mitteilungen auf deinem Handy unterdrückt. WLAN und Mobilfunkdaten bleiben hingegen vollständig aktiv. „Nicht stören“ ist daher vor allem dazu gedacht, wenn du deine Ruhe haben möchtest, weil du zum Beispiel arbeitest oder einfach mal nicht von Handy-Nachrichten abgelenkt werden möchtest.
Wir haben für dich im Folgenden eine Übersicht erstellt, wie du auf dem iPhone, Samsung- oder Google-Handys mobile Daten ausschalten kannst.
Gehe bei deinem iPhone in die Einstellungen und dann auf Mobilfunk. Du findest ganz oben den Menüpunkt Mobile Daten. Tipp darauf, und du gelangst in ein weiteres Menü, bei dem dir die verschiedene SIM-Karten und eSIMs angezeigt werden, die auf deinem iPhone installiert sind. Oben findest du die Option „Aus“. Wähle sie aus, um mobile Daten zu deaktivieren.
Bei Samsung hast du zwei Möglichkeiten, mobile Daten zu deaktivieren. Die schnellste davon ist über die Schnelleinstellungen: Wische einfach mit zwei Fingern vom oberen Bildschirmrand nach unten; dort findest du das Symbol für mobile Daten (zwei Pfeile, die nach oben und unten zeigen).
Alternativ gehst du in den Einstellungen auf Verbindungen und dann auf Datennutzung. Tippe dort auf Mobile Daten und schalte den Schalter auf „Aus“.
Wie bei Samsung-Handys kannst du dafür in die Schnelleinstellungen gehen, indem du mit zwei Fingern vom oberen Bildschirmrand nach unten wischt. Das Symbol für mobile Daten ist die Darstellung von zwei Pfeilen, die nach oben und unten zeigen.
Öffne alternativ die Einstellungen auf deinem Pixel, gehe zu Netzwerk & Internet und dann zu Mobilfunknetz. Dort findest du den Schalter für Mobile Daten – schiebe ihn auf „Aus“.
Wenn du ein anderes Android-Handy besitzt, funktioniert das Vorgehen ähnlich. Entweder gehst du über die Schnelleinstellungen (siehe oben), oder du suchst in den Einstellungen unter den Punkten Mobilfunk, Mobile Daten oder ähnlich.

Tschüss, Roaming-Gebühren! Hol dir eine eSIM
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Wenn beides aktiv ist, nutzt du alle Funktionen deines Handys. Es gibt weder bei der Verbindung mit einem WLAN-Netz Einschränkungen noch mit den mobilen Daten. Allerdings priorisiert dein Gerät verfügbare WLAN-Netzwerke. Sobald die WLAN-Verbindung unterbrochen wird, erfolgt der Wechsel zu den mobilen Daten, sodass die Internetverbindung reibungslos bestehen bleibt. In den Einstellungen kannst du festlegen, welche Verbindung (WLAN oder mobile Daten) bestimmte Apps vorzugsweise nutzen sollen.
Ja, du kannst die mobilen Daten bei einer aktiven WLAN-Verbindung deaktivieren. Sobald das WLAN allerdings nicht mehr aktiv ist, weil du zum Beispiel dein Zuhause verlässt, hast du keine Internetverbindung mehr.
Dass dein Gerät mobile Daten verwendet, obwohl es mit einem WLAN-Netzwerk verbunden ist, kann mehrere Gründe haben. Die Verbindung zum WLAN könnte schwach oder instabil sein, sodass dein Gerät als Backup auf mobile Daten zurückgreift. Auch manche Apps greifen unter Umständen im Hintergrund darauf zurück, weil die WLAN-Verbindung als unzuverlässig gilt. In seltenen Fällen kann es sich um eine fehlerhafte WLAN-Konfiguration handeln.
Die Antwort auf diese Frage überschneidet sich weitgehend mit der Antwort auf die vorhergehende Frage. Dein Gerät erkennt eine schwache WLAN-Verbindung und schaltet zwischen WLAN und mobilen Daten hin und her, um die Verbindung zu sichern. Außerdem können Apps oder Updates bei schwachen Verbindungen mobile Daten nutzen.
Bei den meisten Handys kannst du beide Verbindungen aktiv halten, wobei WLAN priorisiert wird, da es zuverlässiger ist und bessere Geschwindigkeiten bietet. In den Einstellungen bei iOS hast du die Möglichkeit, „WLAN-Unterstützung“ zu aktivieren, um mobile Daten als Ergänzung zu nutzen. Wenn keine WLAN-Unterstützung vorhanden ist, werden automatisch mobile Daten verwendet.
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